Christian im Datenland

8. Juli 2019

Wie können Unternehmen datengetriebenes Marketing nutzen? Was sind die Zutaten für spannende Analytics-Projekte?

Christian Ebernickel ist das zweitneueste Gesicht im Team von Wortspiel. Der Gewinner des von Google unterstützten «Analytics Awards» stellt sich den Fragen von Stefan.

Dieses Interview bildet den Auftakt der Serie Wortspieler, in dem sich unser Team der Welt vorstellt.

Stefan: Hallo Christian, wie geht es Dir?

Christian: Sehr gut, vielen Dank. Ich blicke auf ein paar gute Tage zurück. Ich war recht viel unterwegs und habe spannende Gespräche mit potenziellen Kunden und meinen Ansprechpartnern in laufenden Projekten gehabt.

Wer bist Du?

Ich bin jemand, der Unternehmen dabei hilft, ein datengetriebenes Marketing aufzubauen. Dazu gehören Dinge wie Webanalyse-Workshops & Konzeption, Aufbau von Tracking-Setups, Audits & Troubleshootings sowie Datenintegrationen.

Was ist Deine Geschichte?

Nach meinem Studium habe ich zunächst für eine IT-Beratung gearbeitet und war vorwiegend für Airbus in Toulouse und Madrid tätig.

Anschliessend habe ich ein eigenes Unternehmen gegründet, dass sich auf den Vertrieb von Büchern mit Mängeln und Restauflagen spezialisiert hat. Die Schwerpunkte meiner Tätigkeit lagen in der Leitung und Weiterentwicklung des Unternehmens, besonders im Hinblick auf Online-Vertriebswege und Online-Marketing.

Inhaltlich bedeutete dies die konsequente Nutzung der Webanalyse mit Hilfe von Google Analytics sowie die Entwicklung von BI-Tools zur Steuerung des Einkaufs und des Multi-Channel-Vertriebs.

Anfang 2016 habe ich das Unternehmen verkauft. Seitdem bin ich als Consultant für Digital Analytics tätig. Ich empfinde es als ein grosses Privileg, mich nun auf die Themen konzentrieren zu dürfen, die mir am meisten Spass machen: Beratung, Daten & Analytics.

Was fasziniert Dich am Thema Daten und Analytics?

Mich fasziniert, dass es sehr ganzheitlich ist. Um für ein Unternehmen sinnvolle Analytics-Lösungen aufzubauen, benötigt es weit mehr als nur die Beherrschung der Technik.

Ich muss mich auf die Kundin einlassen und tief in ihr Geschäftsmodell eindenken. Anschliessend kann ich gemeinsam mit ihr Lösungen entwickeln, die sie wirklich voranbringen.

Wenn ich sehe, wie aus ersten Workshops ein Webanalyse-Projekt aufgegleist wird und die Menschen im Unternehmen anfangen, datenorientiert zu arbeiten, ist das ein grossartiges Gefühl.

Was macht für Dich ein spannendes Analytics-Projekt aus?

Die Zutaten für ein spannendes Analytics-Projekt sind eine fachliche Herausforderung, eine komplexe Ausgangslage und eine engagierte Auftraggeberin.

Ich bin für den Kunden keine verlängerte Werkbank, sondern ein Partner zur Entwicklung anspruchsvoller Lösungen. Das bedeutet, dass der Kunde von Anfang im Projekt mitarbeiten muss.

Welche Herausforderungen siehst Du bei Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland, was die Nutzung von Daten angeht?

Ich bin über die Entwicklungen innerhalb der EU besorgt. Insbesondere mit Blick auf die ePrivacy-Verordnung befürchte ich für Unternehmen innerhalb der EU deutliche Nachteile in Bezug auf die Nutzung von Daten.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Schweiz als Insel inmitten der EU von dieser Entwicklung profitieren könnte. Ähnliches könnte für Grossbritannien gelten: So fatal der Brexit in vielerlei Hinsicht auch sein mag, für den Technologiestandort UK könnte der Wegfall vieler Beschränkungen ein Vorteil sein.

Wie lernst Du neue Fähigkeiten?

Ich lerne sehr viel innerhalb von Projekten, insbesondere dann, wenn neue Wege beschritten werden. Daneben versuche ich, meine Fähigkeiten systematisch auszubauen, indem ich den Markt beobachte und Entwicklungen antizipiere.

Ich habe zudem das Glück, dass ich regelmässig auf Konferenzen sprechen darf. Im Zuge der Vorbereitung vertiefe ich die jeweiligen Themen noch einmal deutlich.

Warum bist Du ein Teil von Wortspiel geworden?

Wortspiel vereint unter seinem Dach eine Reihe von Menschen, deren fachliche Expertise und Persönlichkeit ich sehr schätze. Ich habe mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, Teil des Teams zu werden.

Daneben spricht mich der Ansatz von Wortspiel sehr an, nicht die grösste Agentur werden zu wollen, sondern eine der besten. Mich interessiert das Volumen recht wenig, das eine Agentur stemmt. Viel bedeutender ist die Exzellenz der erreichten Ergebnisse und der hohe Anspruch an sich selbst.

Was machst Du, wenn Du nicht arbeitest?

Am liebsten verbringe ich Zeit mit meiner Frau & Freunden. Ich bin gerne draussen unterwegs, sei es Laufen, Radfahren oder Wandern. In ein paar Wochen geht es zum Wandern nach Island. Darauf freue ich mich schon sehr: zwei Wochen unter freiem Himmel in einer grandiosen Landschaft.

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Stefan Vetter ist Gründer und Geschäftsführer von Wortspiel. Er erstellte 1999 seine erste Website und ist seitdem im digitalen Marketing tätig. Sein Wissen gibt er gerne weiter: als Autor des ersten Schweizer Google-Ads-Buches «AdWords für Startups», einer von neun «Google Certified Trainer» in der Schweiz, Speaker an Konferenzen sowie als Referent an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, an der Fernfachhochschule Schweiz, am Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie SIB, an der Marketing & Business School Zürich MBSZ und bei Google in Zürich.